Die Philosophie hinter der Marke


In der heutigen, schnelllebigen Zeit leiden zunehmend mehr Menschen unter belastenden Gefühlen, wie allgemeiner Unzufriedenheit, Unausgeglichenheit oder innerer Unruhe. Nahezu jeder von uns fühlt sich beinahe täglich in einem oder mehreren Aspekten seines Lebens gestresst - sei es im Berufsleben, im Alltag mit der Familie oder bei der Ausübung eigentlich zur Entspannung beitragender Hobbies. Manchmal scheint uns sogar das Lebens selbst, mit all seinen nicht enden wollenden Herausforderungen, zu überfordern.

 

Ich selbst war noch vor einigen Jahren häufig mit meinem Leben unzufrieden, fühlte mich unglücklich und unausgeglichen. Genau erklären oder konkrete Ursachen für meine emotionale Achterbahnfahrt konnte ich allerdings nicht ausmachen. Es schien vielmehr, als ob zunehmend mehr Lebensumstände zu meinem mentalen Tief beitragen und sich zudem auch noch gegenseitig begünstigen würden.

 

Mein Alltag erschien mir, als ob ich kontinuierlich einen Berg zu erklimmen hatte. Ich habe dabei stets angenommen, dass ich nur noch diese eine Hürde oder diesen einen Gipfel überwinden müsste, um danach endlich ein Gefühl von Freiheit hätte erleben zu können. Meine Hoffnung war buchstäblich, dass nach einem Weg bergauf auch immer ein Weg bergab führt und dass dann alles viel leichter von der Hand gehen würde. Meinem persönlichen Glück stand also eigentlich immer nur noch eine Hürde im Weg - dachte ich zumindest. Ehe ich mich versah, vergingen mit dieser Einstellung erst Tage, dann einige Monate und schließlich sogar Jahre, ohne dass ich das Gefühl hatte, richtig gelebt haben. Und all das nur, weil ich immer hoffnungsvoll war, dass hinter dem nächsten Gipfel, endlich das Leben beginnen kann - so, wie ich es mir gedanklich vorgestellt habe.

 

Auf meinem persönlichen Weg zu innerer Gelassenheit und Zufriedenheit habe ich nichts unversucht gelassen, habe jedes Buch gelesen, dass meinen Weg gekreuzt hat, habe mich selbst gesucht und dabei meine Gedanken und Gewohnheiten erforscht, meine Persönlichkeit  und Psyche analysiert und viele Ansätze - rational und spirituell - ausprobiert. All das, nur um herauszufinden, wie ich ticke und letztlich, wie alle von uns ticken, was uns als Wesen ausmacht und beeinflusst, wie wir Denken, Fühlen, Handeln und immer auf der Suche zu sein scheinen.

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir alle - Du und ich - schlussendlich auf der Suche nach uns selbst, nach unserem persönlichen Glück, nach Zufriedenheit und auf der Suche nach einem tieferen Sinn unseres Lebens sind. Die Wege, die wir dabei bestreiten und die Lösungsansätze, die wir ausprobieren, um unsere Fragen beantworten zu können, sind so vielfältig, wie die Menschen selbst.

 

Auch ich habe bis zum heutigen Tage bei weitem nicht alle Fragen für mich beantworten können, sondern stattdessen sogar tendenziell noch mehr Fragen entwickelt. Aber ich habe auch schon einiges über mich und über die Natur des Menschen gelernt und kann mit Begeisterung sagen, dass ich es geschafft habe, mittlerweile entspannt und mit großer Freude mein Leben zu leben. Wie habe ich das geschafft? Zu allererst habe ich angefangen, mich ganzheitlich zu betrachten und bei allem, was ich tue, gleichermaßen Körper, Geist und Seele zu berücksichtigen. Wenn ich beispielsweise Entscheidungen treffe, höre ich nicht mehr nur auf meinen rationalen Verstand, sondern auch auf mein Herz und mein Bauchgefühl.

 

Die wohl mental bemerkenswerteste Veränderung habe ich mit dem Konzept von "Mindfulness", zu deutsch "Achtsamkeit", umsetzen können. Ursprünglich stammt Mindfulness aus dem Buddhismus, mittlerweile wird dieses ursprünglich spirituelle Konzept aber auch von der Wissenschaft weltweit als erprobtes Mittel zum Umgang mit Stress anerkannt und genutzt. So durchlaufen beispielsweise angehende Ärzte an der rennomierten, amerikanischen University of Massachusetts Medical School obligatorisch ein acht wöchiges Programm für Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR), um Achtsamkeitsübungen und -meditationen  zu erlernen. MBSR wurde ursprünglich von Jon Kabat-Zinn, Gründer der Stress Reduction Clinic, entwickelt und soll Menschen dabei helfen, in ihrem Alltag besser mit Stress, Angst und damit einhergehenden Krankheiten umgehen zu können.

 

Was mir außerdem dabei geholfen hat, ein glücklicheres Leben zu führen und innere Ruhe zu finden, ist meine Einstellung zum Konsum. "Du bist, was du konsumierst!", dieses Zitat des weltbekannten Zen-Mönches Thich Nhat Hanh impliziert einen bemerkenswerten Fakt, den die meisten von uns anscheinend vergessen haben oder grundsätzlich nicht zu wissen scheinen. Bei allem, was wir tun, konsumieren wir unaufhörlich über alle fünf Sinne: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen. Wenn wir also dem, was wir tagtäglich konsumieren keine Aufmerksamkeit schenken - sei es bei unserer Wahl unseres Essens, der Musik, die wir hören oder Filme, die wir schauen oder sogar der Umgebung, der wir uns ausetzen - dann sollte es nicht überraschend sein, dass unser Körper mit der Überflut an Außenreizen nicht von allein fertig werden kann und wir uns in Folge dessen gestresst und unausgeglichen fühlen.